Tim hat Angst vor beinahe allem und muss die Ferien trotzdem bei seinem verrückten Opa Sherry verbringen, der in einer alten Villa in dem seltsamen kleinen Ort Moderberg wohnt. Moderberg ist voller Nebel, Katzen und Geheimnisse, und Opa Sherrys Villa ist das reinste Museum für seltsame Sachen. Tim lernt Eta kennen, die sich gerne gruselt, gerne eine Vampirin wäre und sich sicher ist, dass Vampire den Ort übernehmen wollen. Sie hat Recht. Tim und Eta müssen sehr viel Mut und Witz aufbringen, um Moderberg zu retten.
„Voll verspukt!“ ist Wohlfühlgrusel mit dem Schwerpunkt auf leicht schrägem Humor, Abenteuer und einem mitfühlenden Blick auf Kinderängste.
Florian Schwebel, geboren in Marburg, wo er nach Zeiten in Köln, Kaiserslautern und Kreuzberg wieder lebt, wollte nie etwas anderes als erzählende Prosa schreiben, aber hat u.a. als Ghostwriter, Kulturjournalist, Drehbuchautor und Erzähler gearbeitet, meist unter Pseudonym Gruselstoffe geschrieben und Kulturveranstaltungen für Kinder mitgestaltet und moderiert. Gemeinsam mit der Kinderbuchautorin Judith-Ariane Kleinschmidt, die an der Konzeption von Moderberg beteiligt war, hat er unter anderem die Sandmännchenserie Lennart im Grummeltal und den Kinofilm Mr. Ravioli geschrieben, der im Frühjahr 2027 veröffentlicht werden soll.
Der Herbst setzt ein, und Madeleine friert. In ihrem Zimmer steht ein qualmender Ofen, doch meist muss sie sich mit einer Wärmflasche begnügen. Madeleine lebt mit ihrer Schwester Ronja und ihrer Mutter auf einem maroden Hof in Mecklenburg. Als die Familie kurz nach der Wende von Lübeck hierherzog, erfüllte sich die Mutter ihren Traum vom antikapitalistischen Leben auf dem Land. Erst ging der Vater, dann die Brüder, nun bevölkern zahlreiche Tiere das Haus, denen die Mutter all ihre Zuwendung schenkt. Während Madeleine ihre Träume im Quelle-Katalog ankreuzt und auf das wartet, was andere die beste Zeit des Lebens nennen, bleibt den Mädchen immer weniger Raum zum Leben. Wie soll Madeleine das Haus und die Familie zusammenhalten, wenn ihre Mutter ständig weg ist und Tiere und Pflanzen durch alle Ritzen dringen? Eindringlich, sprachmächtig und mit feinem Humor erzählt Alina Herbing, was passiert, wenn sich nicht nur die Grenzen zwischen den Generationen, sondern auch zwischen Natur und Zivilisation immer mehr auflösen.
Alina Herbing, geb. 1984 in Lübeck, aufgewachsen in Mecklenburg, lebt heute in Berlin und Köln. Sie studierte Germanistik und Geschichte in Greifswald, Neuere deutschsprachige Literatur in Berlin sowie Literarisches Schreiben in Hildesheim. Seit 2018 unterrichtet sie Literarisches Schreiben an der Kunsthochschule für Medien Köln. Für ihren Debüt-Roman Niemand ist bei den Kälbern erhielt sie u.a. den Friedrich-Hölderlin-Förderpreis der Stadt Bad Homburg. Die gleichnamige Verfilmung kam 2022 in die deutschen Kinos. Im Februar 2024 erschien ihr zweiter Roman Tiere, vor denen man Angst haben muss.
Alina Herbing ist von September bis Dezember 2026 Stipendiatin des Vereins "Zwei Raben: Literatur in Oberhessen" im Otto Ubbelohde-Haus Goßfelden.